Parkinsongruppe
Essen
Telefon Tel.: 0234/360 01 46
e-Mail magdalenekaminski@csanet.de

Eine Seefahrt, die ist lustig...

 

Dienstag, 7. Juli 2015, es ist heiß oder besser schwül, wollen wir bei diesen Temperaturen überhaupt den Ausflug wagen?

Frau Kaminski beruhigt schon vormittags am Telefon: „ Es wird bestimmt sehr schön, und außerdem ist es auf dem Wasser immer eher kühl. Der Wetterbericht hat die Gewitter erst für den Abend vorausgesagt.“

 13:30 Uhr Essen Hauptbahnhof, Südausgang, Reisebushaltestelle.

Die Mitglieder der Essener Parkinsongruppe fahren pünktlich mit dem gecharterten Linienbus wegen der absenkbaren Einstiegsmöglichkeiten ab. Ziel ist der Kemnader See in Bochum/Hattingen.

Der Busfahrer verkündet: „Die A40 in Richtung Bochum und Dortmund ist gesperrt. Wir fahren über die Ruhrallee.“

Es ist heiß, besser schwül. Der Bus hat Klimaanlage, sehr angenehm.

Die Ruhrallee ist verstopft, weil dies die einzige Möglichkeit ist, mit dem Auto von Essen nach Bochum in Richtung Dortmund zu fahren.

Wir fahren Stop and Go. Am Abzweig, an der Ruhr, nach Steele Stillstand.

Herr Wasem kommt nach vorn und dirigiert den Busfahrer über Essen-Kupferdreh, Nierenhof, Hattingen nach Bochum über die Koster Brücke.

Wunderbar!

Jetzt rechts ab zum Kemnader See.

Die Straße ist gesperrt.

Weiter, bergauf auf der Koster Straße, vorbei am Zisterzienser Kloster, bis zur Königsallee, dann auf die Kemnader Straße.

Geschafft!

Wir biegen Richtung Golfplatz „Im Mailand“, Kemnader See, links ab.

Herrliche Landschaft, wunderschöne Aussicht!

Dann wieder rechts, Straße zum Lottental am Kemnader See, gesperrt.

Gott sei Dank verliert der Busfahrer nicht die Nerven.

Schließlich bekommt er viele Ratschläge von Mitfahrenden, die sich im Bochumer Süden auskennen.

Also andere Richtung und eigentlich zurück und bergauf.

Oben angekommen nehmen wir die Grimbergstraße, ein ganz enges Sträßchen, hoffentlich kommt uns kein Auto entgegen!

Frau Kaminski befällt die Sorge, schaffen wir es rechtzeitig am Schiffsanleger zu sein, bzw. kommen wir überhaupt dort an.

Hätten wir nicht besser von Essen über Velbert und Sprockhövel und dann die A43 nehmen sollen?

Nein, wir kommen rechtzeitig an, und das Schiff ist auch noch gar nicht

zu sehen.

Endlich, alle sind erleichtert. Wir bedanken uns beim Busfahrer und verabreden mit ihm eine Zeit fürs Abholen.

Und dann beginnt unsere Seefahrt.

Kläre beginnt sofort auf dem Akkordeon Seemannslieder zu intonieren:

„Junge, komm bald wieder….“ Und einige singen spontan mit.

Kaffee und Waffeln mit Kirschen und Sahne werden serviert. Es wird gelacht, es wird gesungen. Einige gehen aufs Oberdeck, genießen den Fahrtwind und die vorbeiziehende Landschaft.

Frau Kaminski beginnt einen Vortrag über die sechs Ruhrstauseen, kommt aber damit nicht weit und wird von einem kundigen Herrn abgelöst. Er spricht über die Bedeutung der Ruhr Seen für die Wasserversorgung im Ruhrgebiet. Die Staumauer wird erklärt, Frau Kaminski hielt die Mauer, die die Ruhr staut, bisher nicht für eine Staumauer. Am See ziehen Freizeitzentren vorbei, Segelangebote. Wir sehen in der Ferne Schloss Kemnade, wo man gut essen kann, doch die Restauration ist ungeeignet ist für Rollstuhlfahrer.

Alle genießen den regen Austausch. Es wird natürlich auch über das Krankheitserleben gesprochen sowie über persönliche Erlebnisse mit den Ärzten und Medikamenten.

Gegen 17 Uhr: „Dankeschön, wir haben den Nachmittag genossen“

Im nächsten Jahr machen wir weiter mit der Heimatkunde und besuchen

den Baldeneysee in Essen, den Kettwiger See, den Hengsen See in Holzwickede, den Harkortsee in Wetter, den Hengsteysee in Herdecke.

Die Gruppenleiterin weiß, dass die Essener fast alle diese Seen aus der Zeit ihrer Schulausflüge kennen. Und genau das ist der Grund, sich zu erinnern und darüber sich anderen mitteilen zu können.

Der Weg zurück nach Essen zur Reisebushaltestelle war überhaupt nicht problematisch. Wir nahmen zunächst die A43 in Richtung Münster und fuhren am Abzweig Essen auf die A40, die auf unserer Seite da noch nicht gesperrt war. Gegen 18 Uhr sind wir zurück in Essen.

 


Wir sehen uns wieder am Dienstag, den 1. September zum Gruppentreffen mit Professor Woitalla.